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Wolfshagen. Eigentlich sollte die Sültebergköte instand gesetzt werden. Dann aber kam alles anders und der Harzklub riss den Unterstand nieder. „Ich bin emotional sehr getroffen gewesen“, gesteht Bernd Klingebiel, stellvertretender Vorsitzender des Harzklub-Zweigvereins Wolfshagen, nach dem Vorfall. 

 „Unsere Enkelkinder waren immer mit oben, die Köte steht in der Nähe unseres Hauses“, ergänzt Klingebiel. Selbst der Kindergarten habe die Köte, die sich mehr als30 Jahre lang im Wald oberhalb der Festhalle befand, manchmal genutzt. Klingebiel: „Der Abriss tut uns allen ein bisschen weh.“

Die neue Arbeitsgruppe des Harzklubs war ganz auf Reparatur eingestellt, als sie an der Köte anrückte – mit Bagger, Teerpappe, Ersatzbrettern und allem, was für das Herrichten erforderlich gewesen wäre. Doch kaum hatte der Bagger das Erdreich rings um die Köte beiseite geschoben, kam die große Ernüchterung: Die Rundhölzer waren durchweg in sehr schlechtem Zustand. „Uns war vorher nicht bewusst, dass sie praktisch alle faul waren“, erzählt Klingebiel und ergänzt: „Wir hatten gedacht, die Rundhölzer könnten stehen bleiben. Von außen sahen sie noch gut aus. Weil sie zugewachsen waren, war vorher nicht zu erkennen, wie angemodert sie waren.“

Keine Rundhölzer mehr

Den Zimmerleuten unter den freiwilligen Helfern war rasch klar, dass eine Sanierung keinen Zweck haben würde. So fotografierte das Team den Schaden und versandte die Fotos mit einer kurzen Info an die übrigen Harzklubler. „Es war eine schwierige Entscheidung. Am Ende haben alle zugestimmt, die Köte nicht zu reparieren“, erklärt Klingebiel. Folglich nahm der Arbeitseinsatz eine unerwartete Wendung und der Bagger machte die Köte dem Erdboden gleich.

Die Köte neu aufzubauen, erscheint derzeit nicht realistisch. „Wir kriegen die Rundhölzer nicht mehr von der Forst“, berichtet Klingebiel. Benötigt werden etwa fünf Meter lange und lediglich zehn Zentimeter dicke Stämme. Sie zu kaufen, würde die Finanzkraft des Harzklub-Zweigvereins übersteigen. Daran ändert auch die Bedeutung nichts, die laut Klingebiel der Köte zukommt: „Die gehört in den Harz. Das ist ein ganz wichtiger Teil der Geschichte.“ Wenigstens existiert mit der Heinrich-Hagen-Köte am Zugang zum Gelände des Jugendfeuerwehrzeltlagers noch ein erhaltenes Exemplar.

Unterstand geplant

Doch der Zweigverein will den Standort der ehemaligen Köte am Sülteberg nicht aufgeben. Nach Auskunft von Bernd Klingebiel wird überlegt, dort zeitnah zumindest eine Schutzhütte zu errichten. „Das ist eine Finanzierungsfrage“, betont das Vorstandsmitglied und schätzt die Kosten für den Neubau auf etwa 3000 Euro. Anträge an den Ortsrat Wolfshagen und den Stadtrat Langelsheim, um zumindest Zuwendungen für das benötigte Material zu erhalten, sind unterwegs. „Wir müssen schließlich auch die Schäderbaude unterhalten, das kostet auch“, sagt Klingebiel und verspricht: „Wir werden das beraten.“

Quelle: Goslarsche Zeitung
Autor:  Detlef Kühlewind
Fotos:  Bernd Klingebiel

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