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 Die Jagdhorn-Bläsergruppe

des Harzklub Zweigvereins Wolfshagen im Harz


Die Jagdhorn-Bläsergruppe gehört als Brauchtumsgruppe dem Harzklub Zweigverein Wolfshagen im Harz an. Sie besteht derzeit aus neun Bläserinnen und Bläsern. Regelmäßige Übungsabende finden jeden zweiten Montag ab 18:00 Uhr im Nebengebäude der Grundschule in Wolfshagen statt. Bei sommerlichem Wetter üben wir an der Schäderbaude im Heimbergschen Tal. Freunde der Jagdmusik und Personen, die das Jagdhornblasen erlernen wollen sind an diesen Montagabenden herzlich willkommen.

Kontaktperson ist Gernot Trümpelmann
Im Töllegrund 2
38685 - Langelsheim / Wolfshagen 
Tel.: 05326 / 45 75

Aktivitäten und Ausblick

Die Bläserstücke werden in Anlehnung an die Notenwerke von Reinhold Stief in der Tonart B eingeübt. Das Repertoire der Fürst Plesshorn- und Parforcehorn-Bläserinnen und -bläser schließt die bekannten jagdlichen Signale, jagdliche Märsche und Spielstücke ein. Auch mit der geringen Besetzung der Bläsergruppe ist es uns möglich, Auftritte bei Versammlungen zu gestalten und Einladungen von privater Seite zu folgen.

Historie

In einem Schreiben an die Jahreshauptversammlung 1971 des Harzklub Zweigvereins Wolfshagen beantragte SIEGFRIED BRANDES die Gründung einer Jagdhorn-Bläsergruppe. Im Oktober des Jahres nahmen erstmals sechs Fürst Plesshorn-Bläser, zunächst unter der Leitung von WILLI GROPE ihre ersten Übungsabende auf. In einer Zusammenfassung an die JHV 1974 schrieb WILLI GROPE, dass die Bläsergruppe nach nunmehr 2 ½ Jahren mit acht aktiven Bläsern 15 jagdliche Signale vortragen kann. Für das darauf folgende Jahr hatte sie sich vorgenommen, die Stücke mehrstimmig zu blasen und es war die Einführung von Parforcehörnern geplant.

SIEGFRIED BRANDES übernahm im Jahr 1974 die Leitung diese Gruppe, die er bis zu seinem Tod im Jahr 1993, also über den Zeitraum von fast zwanzig Jahren behielt.

Einige noch heute aktive Gründungsmitglieder erinnern sich daran, dass die Gruppe in den siebziger und achtziger Jahren auch zusammen mit der Trachtengruppe eine sehr bewegte Zeit verbracht hat. Dies war der begeisternden Initiative von SIEGFRIED BRANDES zu verdanken. Die Mitgliederzahl war im Schnitt deutlich höher als heute, jedoch auch größeren Schwankungen unterworfen. SIEGFRIED BRANDES war es auch, der im Herbst 1986, also im 15. Jahr des Bestehens der Bläsergruppe, die erste Hubertusmesse in der Sankt Thomas-Kirche zu Wolfshagen im Harz organisiert hatte. Diese Messe wurde von der Wolfshäger Jagdhorn-Bläsergruppe umrahmt.

Nach dem Tod von SIEGFRIED BRANDES kam die Aktivität der Bläsergruppe für etwa acht Monate zum Erliegen. Bereits im August 1993 nahm die Gruppe mit zwölf Bläsern ihre Übungabende unter der musikalischen Leitung von SUSANNA NEHRIG wieder auf. Helmut Meier übernahm die organisatorische Leitung.

Nach dem Neubeginn erlernten zwei neue Mitglieder erstmals das Jagdhornblasen innerhalb der Gruppe. Sie verfügte damit über je sechs Fürst Plesshorn- und Parforcehorn-Bläser und wurde bereits in den folgenden Herbst- und Wintermonaten zu musikalischen Vorträgen bei diversen Veranstaltungen, auch in örtlichen Hotels, eingeladen. Dank der guten musikalischen Leitung von Susanna konnte die Gruppe in den folgenden Jahren ihre Qualität verbessern, das Repertoire erweitern und so bei zahlreichen Auftritten zu unterschiedlichsten Gelegenheiten ihr Können vorführen. Neben den Signalen zur Begleitung von Gesellschaftsjagden, wie sie im Harz auf heimisches Wild stattfinden, sowie von Reiterjagden konnte die gemischte Gruppe auch Stücke vortragen, die nicht unmittelbar jagdlich orientiert sind.

In einer schönen Feier am 21. September 1995 an der Schäderbaude wurde das 25-jährige Jubiläum der Bläsergruppe begangen. Eingeladen waren befreundete Bläsergruppen der Jägerschaften Bad Gandersheim / Seesen und Gandersheim Altes Amt sowie auch der Fanfaren- und Musikzug Wolfshagen, so dass trotz der eher unerfreulichen Witterung eine beeindruckende Musikveranstaltung unter freiem Himmel in Erinnerung geblieben ist.

Am 01. Dezember 2001 feierte die Jagdhorn-Bläsergruppe ihr dreißigjähriges Bestehen. Der Einladung gefolgt waren neben den aktiven Bläsern und deren Lebenspartnern, zwei weitere Gründungsmitglieder der Bläsergruppe, Vertreter des Vorstands des Harzklub Zweigvereins Wolfshagen im Harz und die befreundete Bläsergruppe des Hegerings 3, Woltershausen bei Lamspringe.

Im Verlauf des Abends hielt WILLI GROPE, der die Jagdhorn-Bläsergruppe mit gegründet hatte, einen Rückblick auf die Anfänge und die ersten Jahre des Bestehens der Bläsergruppe, wobei er an die besondere Aktivität von SIEGFRIED BRANDES erinnerte.

Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass diese Jagdhorn-Bläsergruppe die einzige Ihrer Art innerhalb des gesamten Harzklubs ist, so dass auch ein Teil des jagdlichen Brauchtums unserer Heimat innerhalb des Harzklubs gepflegt wird. Die Harzer Heimattage der neunzehnhundertneunziger Jahre wurden daher häufig von ihr eröffnet.

Die Jagdhorn-Bläsergruppe war Mitgliederbewegungen unterworfen, die leider zu einer deutlichen Verkleinerung der Gruppe geführt haben. Einige Bläser waren zwar für nur einige Jahre bei uns aktiv, die Gruppe musste aber zu oft Abgänge auch von langjährigen Mitgliedern verkraften. Zu beklagen waren die Verluste durch Krankheit und Tod von Manfred Kaletta, Dietfried Habig (organisatorische Leitung von 1996 bis 1999) und Dieter Hagedorn sowie Helmut Meier.

Im Jahr 2005 gab SUSANNA NEHRIG die Leitung der Gruppe auf. Die bisher gemischt besetzte Gruppe aus den damals verbliebenen sechs Fürst-Plesshorn- und Parforcehorn-Bläsern organsierte sich nun selbst und fasste zwischenzeitlich den Entschluss, Bläserstücke künftig nur noch mit Parforcehörnern in Tonart B vorzutragen. Seit April 2016, haben wir eine junge Bläserin hinzugewonnen und SUSANNA NEHRIG hat die Leitung wieder übernommen. So wurde auch das Fürst-Plesshorn von einigen Bläsern wieder bei den meisten Bläserstücken eingesetzt.

Jagdhornblasen bein Harzklub Wolfshagen

 

 
 
 
 
 

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